Auf den Spuren unserer Medallienträger Ü15… Wir lernen von und mit euch, doch seht selbst:
Am Samstag den 22.3.24 und am Sonntag den 23.3.24 waren unsere NachwuchskämpferInnen in Velbert zu den Rheinland Open. In der U 13 traten am Samstag 2 Jungs und 5 Mädchen auf die Matte. Sonntags folgte eine U15 Kämpferin.
Um 8:30 Uhr war die Waage für unsere Jungs. Sie wurden von Akbar und mir begleitet.
Omar Omar konnte dann gegen 9:15 Uhr mit dem ersten seiner Kämpfe bis 31 kg starten. Seine Gewichtsklasse war sehr stark besetzt, eine lange Liste verkündete viele tolle Kämpfe. Er zeigte starkes Judo im Stand, musste sich jedoch in der Trostrunde gegen 12 Uhr um Platz 3 seinem älteren Gegner im Boden geschlagen geben und belegte somit Platz 5.
Rustam Kolikov, unser Leichtgewicht bis 28 kg, musste starke Nerven behalten. Es schien, als hätte man seine Gewichtsklasse vergessen. Die Mädels kamen und gingen als tolles Team über die Waage und Rustam wartete gegen 12:45 Uhr immer noch auf seine Chance. Kurz vor Ende der Jungskämpfe war es dann soweit. Rustam konnte mit der Motivation seiner Kammeraden im Poolsystem sehr souverän und stark die Konkurenz auf die hinteren Plätze verweisen. Rustam zeigte ein tolles Gespür für Judo. Er reagierte schnell und erfolgreich auf die Bewegungen seiner Kontrahenten. So ließ er diesen zum Beispiel keine Zeit zum Klammern, da er lückenlos nach seinem Wurf durch einen Radschlag zwischen Ukes Beinen verschwand und im Haltegriff landete.
Er wurde mit Gold belohnt.
Gegen Mittag starteten dann die Mädchen. Jede hatte ihre „eigene Gewichtsklasse“. Somit kämpften Sie nicht gegeneinander.
Nike Köhnen, bis 30 kg, zeigte ihre persönliche Bestleistung. Sie gewann einen Kampf mit einem Haltegriffwechsel und reagierte somit blitzschnell auf die heftigen Befreiungsversuche ihrer Gegnerin. Sie wurde, von ihren Freundinnen (federführend: Pia) mit einer selbstgebastelten Medaille beim Vereinstraining für ihren tollen 5. Platz geehrt.
Laila Clemm, bis 44 kg, zeigte, dass das Training ihrer Trainer zum Uchi Mata gut läuft, sie konnte mehrfach nach Wurfansätzen oder Unterbewertungen im Kesa gatame überzeugen. Sie durfte eine Bronzemedallie mit nach Hause nehmen.
Paula Haase kämpfte sich voller Elan und starken Techniken in der Gewichtsklasse bis 48kg auf das Siegerpodest. Sie griff an und siegte. Oder, sie reagierte gekonnt auf Ukes Wurfansatz und konterte erfolgreich. Besonders spannend war der zu Gold führende, im wahren Sinne fliegende, konternde Standbodenübergang. In dem sie zudem zeigte, dass mit ihr im Boden nicht zu spaßen ist. Sie erspührte Ukes Bewegungen und zeigte professionell 2 Haltegriffwechsel und besiegte somit auch ihre letzte, vermeintlich stärkere Gegnerin.
Dann startete die 9 Jährige Svenja zu ihrem ersten Kampf in der neuen Altersklasse. Drei Mädchen schlugen sich bis 27 kg im Kreis. Svenja zeigte in 2 sehr starken Kämpfen ihre technische Vielfalt. Mit ihrer Lieblingstechnik, Uchi mata, warf sie innerhalb von 11 Sekunden ihre Gegnerin Ippon, dadurch mußte sie die angesetzte Bodentechnik nicht mehr zum Ende führen.
Somit stand eine der jüngsten U13 Kämpferinnen auf Platz eins und freute sich riesig über die außerordentlich schöne Goldmedaille.
Pia Wächtler, bis 36 kg, zeigte in 3 spannenden Kämpfen sehr abwechslungsreiches Judo. Sie sauste wie ein Wirbelwind über die Matte und ließ ihren Gegnerinnen keine Zeit zum Luftholen. Diese konnten somit ihre eigenen Techniken nicht in Ruhe ausführen. Pia wechselte sehr schnell Hüfttechniken, Fußtechniken und Konter, dazu zeigte sie starke und gekonnte abwehrende Bodenarbeit. Sie gewann 2 Mal mit Ippon Seoi nage, sowie Ko uchi maki komi dir verdiente Goldmedaille.
Somit war dies ein starker Tag für den JCWK, 7 KämpferInnen, 4x Gold, 1x Bronze und 2 mutig erkämpfte 5. Plätze.
Die Nachwuchsjudoka zeigten nicht nur tolle Techniken, sie gewannen auch im sozialen Miteinander. Hosen wurden getauscht, Tränen getrocknet, Mut zugesprochen, kräftig angefeuert, gemeinsam Ruhepausen gemacht (die volle und sehr laute Halle bei schlechter Luft ist nicht jedermanns Sache). Tips und Tricks wurden mit den Freundinnen geteilt. Wir integrierten ein trainerloses Kind aus Pulheim und ein befreundestes Kind aus Leverkusen in unser Aufwärmtraining und konnten so mal wieder zeigen, dass Judo mehr ist als „nur“ Kampf.
Unterstützt wurden die Mädchen von ihrem empathischen und kompetenten Sportassistenten Leopold Harms, der trotz aufkommender Erkältung sehr zum Erfolg des Tages beitrug. Bei drei Kampfflächen wäre ich als einzelne Trainerin bei den Mädchen wohl etwas ins Schleudern geraten. Denn, wie geahnt, kämpften die Mädels oft parallel. Hier zeigt sich wieder einmal, dass wir ein tolles Team sind. Danke Leo ♥
Ein Dankeschön geht auch an die kinderfreundlichen Kampfrichter, den Ausrichter und an die uns unterstützenden Eltern der KämpferInnen, die tapfer von der Empore aus warteten, mitfieberten, filmten und jubelten.
Ich freue mich auf das nächste Training mit unseren Judolöwen.
Vera
Am Sonntag sollte eigentlich Leopold als Erstes über die Waage gehen, aber der anstrengende Vortag gab ihm wohl den Rest, so dass er mit Erkältung zu Hause bleiben musste. Dafür sollte dann Valentina Picard in der U15 die Ehre des JC Wermelskirchen hochhalten. In der Klasse bis 63 kg hatte sie in der neuen Altersklasse endlich mehr als eine Gegnerin: alle drei Kämpfe hat sie vorzeitig mit Ippon für sich entschieden und holt sich verdient den 1. Platz. So kann es weitergehen und mit dem richtigen Training wird es das auch.
Auch ich freue mich auf die nächsten Einheiten mit unseren motivierten KämpferInnen und allen anderen, die sich dieses Mal noch nicht getraut haben
Jens