Judokas als Brückenbauer - JCWK

Von Freitag bis Sonntag waren über 50 Judoka im Feriendorf des LSB in Hachen zur Judofreizeit.

Endlich konnte der JC Wermelskirchen seinen jungen Judoka wieder eine Freizeitfahrt anbieten. Wie 2019 so ging es auch am Wochenende vom 29.-31.10.2021 ins Feriendorf des Landesportbundes NRW nach Hachen. Hier wurden viele Aktionen geboten, aber auch genügend Freiraum gegeben, um die vielen Spielgräte auf dem weitläufigen Gelände zu nutzen.

Doch der Reihe nach… Check-in war für Freitag ab 16:30 Uhr angekündigt. Und so trudelten die Fahrgemeinschaften mit über 50 Teilnehmern in Hachen ein, um rechtzeitig die Häuser zu stürmen. Die Judoka konnten mit bis zu 8 Teilnehmern ein eigenes Haus belegen. Hier waren sie unter sich und konnten mit den vielen mitgebrachten Süßigkeiten die Häuser „dekorieren“.

Nach dem Abendessen ging es dann erst einmal auf die Judomatte; doch eigentlich waren es zwei kleine Mehrzweckräume, die die Gruppe komplett ausfüllte. Nach dem Angrüßen teilten die Trainer die Gruppe auf, damit altersgerecht das erste Training auf jeweils zweimal 49 Quadratmeter durchgeführt werden konnte. Niklas Diederich kümmerte sich um die Großen und Sven Dicke um den kleinen Judonachwuchs. Nach den Kennenlern- und Wettkampfspielen – die teilweise in kompletter Dunkelheit durchgeführt wurden- waren die Kinder  aber noch lange nicht müde und so wurden noch die ersten „Hauspartys“ gefeiert und das inzwischen traditionelle „Übergabe-Spiel“ mit den Großen gestartet.

Der Samstag versprach dann sehr viel Abwechslung. Nach einem Rundgang über das Gelände, wurde viele neue Spielgeräte und Höhlengänge entdeckt, ehe es erneut auf die Judomatte ging. Doch bevor wir in die Halle konnten, wurden wir ausgebremst und testeten kurz im Judogi den Tischtennis- und Bolder-Raum. Mit einem nahezu komplett neuen Trainerstab begann dann das zweite Spiel- und Spaßtraining. Auch hier fanden wir wieder die richtige Mischung, um die Judoka im Alter zwischen 6 und 17 Jahren zu kleinen Wettkämpfen und Turnaktionen zu bewegen. Unter Anleitung von Mayla Gulich konnte wir neue Bewegungstalente sichten und Mayla überzeugte nicht nur mit ihrem überragenden Bewegungsvorbild, sondern es zeigte sich, dass sie auch eine ganz tolle Trainerin ist!

Nach dem Mittagessen hatten die Kids dann wieder Zeit für sich und ein großes Gewusel war im Feriendorf auf der Spielwiese unterwegs. Nun ging es mit den kleineren zum Schwimmen. Beim Aqua-Fun mussten die Topmodels und die Superstars um Diamanten und Perlen kämpfen, ehe sie am Schluss der Stunde den roten Wasser-Cat-Walk betreten konnten. Hier konnten die Betreuerinnen Gerry Spratte und Irina Wächtler mit Sven echte Grazien und Kerle auf dem Laufsteg bewundern. Währenddessen bauten die großen Teilnehmer an der berühmten Leonardo da Vinci-Brücke; natürlich nicht nur zum Spaß, sondern auch hier ging es auf Zeit. Nach 1,5 Stunden tauschten wir die Gruppen. Aber statt Brückenbau ging es für die kleineren in ein Höhlenlabyrinth. Das selber zu probieren, ließ sich Gerry nicht nehmen und gestand, dass einige Gänge und Kurven in der Höhle sehr viel Flexibilität forderten.

Dann ging es zum Abendbrot und schon standen die nächsten Punkte auf dem Programm: Nachwanderung und ein Seilparcours, der mit geschlossenen Augen und am Seil geführt durch die Bäume und den stillen Wald leitete. Hier konnten die Kinder zeigen, wie sehr sie sich auf ihren Tast- und Gehörsinn verlassen. So mancher Judoka mussten dann doch mal blinzeln, um den Bäumen und anderen Hindernissen auszuweichen.

Sichtlich geschafft von den Aktionen des Tages gingen einige Kinder tatsächlich freiwillig ins Bett. Aber andere hatten wohl extra Aufbleibe-Kondition eingepackt und mit der zusätzlichen Stunde durch die Zeitumstellung, hatte auch der Betreuerstab alle Augen zugedrückt.

Am Sonntag dann das Finale mit dem großen Reinemachen…… Das klappte mal mehr oder weniger gut, so dass die männlichen Betreuer Helge und Peer von Grünberg sowie Niklas Diederich und Sven vor den weiblichen Betreuerinnen Gerry und Irina noch einmal „strammstehen“ mussten, weil sie ihre Judokas beim Reinigen wohl nicht im Griff hatten. Da bei der Abnahme noch verschiedene Dinge auftauchten, konnten diese mit „Berliner“ (Liegestütz und Hockstrecksprung) wieder ersteigert werden. Nach diesem Häuser-Reinigungs-Aufwärmprogramm starteten wir mit dem Abschlusstraining. Wieder gab verschiedene Spiele für die große unterschiedliche Gruppe, um sich zu bewegen und zu kämpfen.

Bei der obligatorischen Feedback-Runde wurde Manon Dörner von Niklas als Siegerin des „Übergabe-Spiels“ ausgerufen. Sie und Sven waren übriggeblieben, aber Sven hatte es bisher nicht geschafft, Manon den Zettel abzuluchsen. Und weil Sven auch nicht mitbekommen, dass Manon seine Gegnerin war, wurde sie zu Recht zur Siegerin erklärt. Dann wurde noch schnell die Matte abgebaut und die Kinder konnten nach dem Mittagessen wieder von den Eltern in Empfang genommen werden. Damit endete die Judofreizeit 2021 und die Heimreise startete.

Das diesjährige Betreuerteam bestehend aus Sven und Astrid Dicke, Gerry Spratte, Irina Wächtler, Niklas Diederich sowie Helge und Peer von Grünberg sind stolz auf die große Truppe, wie diese trotz der großen Altersspanne harmonierte. Auch wenn es hier und da mal kleinere Probleme gab, so konnte das Team die Kinder schnell einfangen und für eine positive Stimmung sorgen.

Sprüche:  …..hast du Hexenschuss? ….nimmst du die Chips mit zum Frühstück? …..du bist mir zu strukturiert!  …..ich habe keine Angst! …..aber der Kiosk hat schon zu…..  …wo ist der Fußboden? Hier irgendwo unter den Süßigkeiten und Anziehsachen….

Einen Link zu den Bildern werden wir den Teilnehmern noch senden.