Zu Beginn des neuen Schuljahres blicken wir zurück in die Sommerferien!
Eine Delegation der Wermelskirchener Löwinnen reiste in der 3. Ferienwoche ins Sommercamp des Deutschen Judobundes nach Lindow in Brandenburg.
Im Sport- und Bildungszentrum trafen sich 10-16-jährige Judoka aus dem gesamten Bundesgebiet, um in einer intensiven Woche mit einem spitzen Trainerteam nicht nur auf der Matte aktiv zu sein, sondern auch mit einem tollen Freizeitprogramm neue Freundschaften zu schließen.
Am Sonntagmorgen ging es für Vera und Svenja Schulz, Lene Frieling, Katharina Jalunin und Pia Wächtler mit dem Zug quer durchs Land. Nach dem Beziehen der Zimmer und einem ersten Kennenlernen wurde schon am Anreisetag mit dem Sport auf der Matte begonnen.

Ein kleines Reisetagebuch gibt einen Auszug aus dem wieder, was die Mädels in dieser Woche erlebt haben:
Montag, 04.08.2026
Nach dem leckeren Frühstück startete am Montag die erste Judo Einheit. Als alle warm waren, verteilten wir uns in drei Gruppen. Wir vier blieben zum Glück zusammen, in der mittleren Gruppe. Dort übten wir Okuri-ashi-barai. In der Mittagspause, spielten wir, das selbstgemachte „Judo Tabu“ von Vera. Die Zeit ging schnell zu Ende und das zweite Training stand auf dem Plan. Nun übten wir verschiedene Hebel. Nach dem Abgrüßen hieß es fertig machen für das Abendessen!
Dieses war wie immer sehr lecker. Dann hieß es wieder „ab in den Judoanzug“ zum Startschuss für das Judo-Sportabzeichen.
Dienstag, 05.08.2026
Am Dienstag begann, wie sonst auch, um 7 Uhr freiwillig der Frühsport. Das morgendliche Trainingsangebot bestand aus Schwimmen, Athletik, Volleyball und Laufen gehen.
Später wurde wieder gemeinsam trainiert.
Heute begann auch das Boule-Turnier. Bei dem mehrtägigen Ereignis spielten Zweierteams um den Titel und wurden kräftig angefeuert. Wer hierzu keine Lust hatte, konnte sich freie Zeit auch mit Schwimmen, Klettern oder chillen vertreiben. Für das Judo-Sportabzeichen mussten wir heute einen Parcours aus verschiedenen Hindernissen bewältigen. Abends waren wir ganz schön müde.
Mittwoch, 06.08.2026
Mittwochfrüh trafen wir uns In der Judohalle und mussten uns nach dem Alter aufstellen, damit wir in Teams verteilt werden konnten. Später ging es für alle mit dem Parcours los, wo wir durch den Sand hüpfen, Hobbyhorsing machen und ganz viele verrückte andere Sachen absolvieren mussten. Am Nachmittag gewannen Katharina und Lene den ersten Platz beim Badminton-Turnier.
Nach dem Abendessen mussten wir dann zeitig ins Bett, denn es Stand uns ein langer Tag bevor.
Donnerstag, 07.08.2026
Der Donnerstag begann mit dem Frühstück und einer kurzen Aufwärmrunde. Danach trainierten wir in der mittleren Gruppe und übten Yoko-Tomoe-Nage aus verschiedenen Situationen.
Nach dem Mittagessen konnten wir die Trainer beim Volleyballspielen bestaunen. Danach hatten wir eine Nachmittagseinheit, welche mit “ Tandoku-Renshu” begann. Danach gingen wir in unsere Gruppen und übten verschiedene Umdrehtechniken.
Die Teilnehmer des Sportabzeichens absolvierten den dritten und letzten Teil – die Kata.
Abends machten wir bei einer Schnitzeljagd mit. Wir gewannen eine Runde und bekamen dafür ein Eis.
Freitag, 07.08.2026
Auch der letzte Tag stand ganz im Zeichen unseres Lieblingssportes. Nachdem wir nochmal alles gegeben haben, wurden uns Urkunden, Judosportabzeichen und Medaillen verliehen.
Am Abschlussabschlussabend feierten wir ausgelassen mit einer Diashow und einer Disco. Egal von wo wir am Anfang angereist waren, egal ob wir Junge oder Mädchen sind, egal ob erst zehn Jahre alt oder schon 16 – wir tanzten ausgelassen miteinander bis zum späten Abend.
Nach einer Woche unter dem Motto „Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer – mit Sommer, Sonne, Spaß und Judo waren wir wirklich traurig, unsere Koffer packen zu müssen.

Samstag, 08.08.2026
Die Heimreise stellte uns plötzlich noch einmal vor neue Abenteuer! Die geplante Zugverbindung wurde gestrichen und wir mussten uns neu orientieren.
Aber Vera wäre nicht Vera und wir wären nicht wir, wenn man aus einer Zwangspause am Berliner Hauptbahnhof nicht noch etwas Sinnvolles machen könnte:
Zur Kräftigung unserer Muskulatur machten wir uns mit unserem Gepäck auf den Weg und statten der Hauptstadt noch einen kurzen Besuch ab. Ein obligatorisches Foto vor dem Reichstag und ein Stopp vor dem Brandenburger Tor sorgten für einen Hauch Kultur, der mit einer Berliner Currywurst abgerundet wurde.

Und wer dachte, wenn sie dann im Zug sitzen, kann ja nix mehr schiefgehen, der kennt die Deutsche Bahn nicht. Da unser Anschlusszug vor uns weg war, wurden wir dann zum Glück von Katharinas Papa in Dortmund eingesammelt und bis nach Wermelskirchen zurückgebracht.
Hierfür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!
Und natürlich auch bei Michael aus Leverkusen, der unsere Judoanzüge mit dem Auto transportiert hat und uns so einige Schlepperei ersparte.
Der größte Dank geht jedoch Vera, die uns durch ihre Begleitung diese tolle Woche ermöglicht hat!